Wie in unserem Blogbeitrag „80-Tage-Countdown zur WM“ versprochen, nehmen wir Euch heute mit zu einem besonderen Teil unseres alltäglichen Trainings. Viele Menschen sind erstaunt wenn wir ihnen erzählen, dass wir vor jedem Training mindestens eine Stunde Ausdauer- und Krafttraining absolvieren, bevor es mit dem eigentlichen Proben losgeht. Wieso, weshalb, warum und was so alles dazu gehört, erzählen wir Euch heute!

Warum wir jede Trainingseinheit mit dem Krafttraining starten

Da die Sommerferien in Rheinland-Pfalz an diesem Montag begonnen haben, startet für uns nun auch unser Trainingslager. In den nächsten Wochen werden wir jeden Tag trainieren, proben und unserer WM-Show den nötigen Feinschliff geben.

Generell sind die Sommermonate für uns als Gruppe immer besonders herausfordernd: viele kleinere und größere Open-Air Auftritte stehen für uns auf der Tagesordnung. Durch die Menge an Festen und Events, die in der wärmsten Zeit des Jahres stattfinden, sind wir natürlich viel öfter unterwegs als im tristen Winter. Vor allem aber die anstehende Weltmeisterschaft und die dazugehörige Vorbereitungsphase sind für Körper und Geist eine große Herausforderung.

Um das alles zu meistern, muss jeder Einzelne in den nächsten Wochen seinem Körper sehr viel Aufmerksamkeit zukommen lassen. Die Muskeln und Gelenke müssen schließlich gut gehegt und gepflegt werden, damit sie die vielen Stunden Beanspruchung überstehen. Um unseren Körper stärker, widerstandsfähiger und ausdauernder zu machen, absolvieren wir unser Krafttraining.

Ein gut trainierter Körper ist nicht nur für einen Tänzer unerlässlich, sondern auch ein super Helfer im Alltag. So wird das Heben eines Kasten Wassers von Mal zu Mal leichter, das Treppensteigen geht besser von der Hand und sogar der Sprint zum Bus sorgt nicht mehr für komplette Schweißausbrüche. Genau diese Kraft und Ausdauer brauchen wir auch auf der Bühne bei der Ausführung von Choreografien und akrobatischen Elementen.

Variationen im Krafttraining dürfen nicht fehlen

Nach der Europameisterschaft haben wir unser Krafttraining von Grund auf umgekrempelt. Um für Abwechslung zu sorgen und die Übungen spannend zu halten, machen wir in jedem Training unterschiedliche Übungen, die mehrere Muskelregionen betreffen. Von Burpees über Sit-ups und Liegestütze – alles ist dabei! Wir rotieren bei den Übungen in einem Kreis, so dass jeder mehrere Male eine Übung machen darf und gestalten so unser eigenes Zirkeltraining. Meistens nutzen wir lediglich unser eigenes Körpergewicht, um stärker zu werden. Aber manchmal greifen wir auch zu Hilfsmitteln, die jeder zuhause hat, um die Übungen schwieriger zu gestalten. So nehmen wir zum Beispiel Wasserflaschen zur Hand, um unser Bizepstraining zu intensivieren.

Wenn der Schweiß so richtig läuft, man jede einzelne Körperpartie spürt und so langsam die Puste ausgeht, dann fängt der Spaß erst an. Da heißt es Pobacken zusammenkneifen und den letzten Satz durchziehen, den letzten Durchgang, die letzten 30 Sekunden. Die ersten kleine Erfolge kommen schnell und motivieren zum weitermachen. Schon nach der ersten Woche nach der EM sind uns einige Übungen deutlich leichter gefallen, man kommt in seinen ganz eigenen Rhythmus und fängt an, die Anstrengung zu genießen. Durch das gezielte Training verschiedener Muskelpartien lernt man nämlich seinen eigenen Körper immer besser kennen. Grenzen, Schwächen und Stärken werden einem bewusst und man kann sich selbst immer besser einschätzen – als Tänzer ein toller Nebeneffekt!

Gemeinsam ist das Training doch immer einfacher

Viele kennen sicher die Situation, dass man sich mit einem Trainingspartner leichter aufrappeln kann, doch noch am Sonntagabend ins Fitnessstudio zu gehen. In unseren Partnerübungen nutzen wir genau diesen Aspekt aus. Anstatt einen Liegestütz alleine durchzuziehen, klatscht man den Partner ab und gibt automatisch mehr Power. Wir können uns so gegenseitig anspornen und lernen nebenbei, auf das Gegenüber zu achten. Bei diesen Partnerübungen können wir gleichzeitig zum Muskelaufbau auch das Vertrauen innerhalb des Teams fördern. Wir müssen uns voll und ganz auf den anderen verlassen können, uns aufeinander abstimmen und anpassen, wenn wir beispielsweise mit dem Körpergewicht des anderen trainieren. Besonders Spaß macht es uns dabei, uns gegenseitig auf dem Rücken quer durch den Raum zu tragen – Lacher sind dabei natürlich vorprogrammiert. Doch auch wenn mal was schief geht und nicht so klappt wie gewünscht, ist das gar nicht schlimm. Schließlich können wir auch über uns selbst lachen und dann wird einfach ein neuer Versuch gestartet und – angefeuert von dem Rest – klappt‘s dann meistens auch.

Dieses vollkommene Vertrauen hilft uns dann auch auf der Bühne weiter. Da wir einander in- und auswendig kennen, wissen wir genau, wie sich jeder Einzelne verhält und reagiert. Das ist vor allen bei ungeplanten Patzern nützlich und hilft, sich auf der Bühne hundertprozentig wohl zu fühlen und sich voll und ganz auf das Performen konzentrieren zu können.

Die Vorfreude auf die WM – Motivation pur

Wir stecken also schon so richtig drinnen in unseren Vorbereitungen und versuchen, uns bestmöglich fit zu machen für die Weltmeisterschaft im August. Denn bald heißt es schon wieder für uns: „Next crew coming to the stage: Make some noise for ACIM“ – und für diesen Moment möchten wir natürlich bestens vorbereitet sein!

Hoffentlich konnten wir euch mit unserer Motivation und Freude am gemeinsamen Training ein wenig anstecken und ihr habt ein kleines bisschen Hummeln im Hintern bekommen.

Wenn ihr mehr Einblicke in unser Sommertrainingslager 2018 haben möchtet, schaut gerne auf unserer Instagram- und Facebookpage vorbei und checkt natürlich auch unseren Blog hier auf unserer Website – more to come!

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