Die Lichter scheinen auf mein Gesicht. Mir wird heiß. Das Herz klopft. Die letzte Minute vor dem Show-Off. Ich schließe meine Augen und bete, dass alles klappt. Jetzt ist es soweit: Ein letzter Atemzug und dann 3,2,1 …

Vermissen

Diesen Moment vor dem Auftritt und vieles mehr, vermissen wir ganz doll: Jetzt besonders im März, wo immer die Süddeutschen oder die Westdeutschen Meisterschaften stattgefunden haben, denken wir sehr oft daran, was wir normalerweise in dieser Zeit machen würden.

 

Die Abfahrt

Wir erinnern uns zum Beispiel daran, wie wir uns immer getroffen haben um uns gemeinsam mit dem Auto (bei einigen Meisterschaften sogar mit dem Flugzeug) auf den Weg zur Meisterschaft zu machen.

Das Abfahrtoutfit war dabei immer abgeklärt, meist einheitliche Schuhe, eine schwarze Jogginghose, einen ACIM-Pulli und -Jacke, damit man auch erkennen konnte, dass wir zusammengehören und dass wir uns selbst auch in der großen Menschenmenge wieder erkennen konnten.

Das gemeinsame Foto vor dem Haus der Jugend, zusammen mit den Familienmitgliedern und Freunden, die zur Unterstützung mitkamen, durfte natürlich auch nicht fehlen und war ein absolutes Muss!

Sobald alle Taschen voll mit Proviant, Outfits, Wechselsachen, Schminke etc. in die jeweiligen Autos verteilt waren und die Leute abfahrtbereit waren, konnte es losgehen. Dabei schalteten wir natürlich das Navi an und schauten gleichzeitig, dass wir uns unter den Autos nicht verlieren und denselben Weg fuhren.

Während der Autofahrt hörten wir dann Musik zusammen, meistens Old School Hip Hop, weil wir das alle so gerne mochten, quatschten und aßen noch etwas.

 

Ankommen

Als wir dann endlich bei den Eventhallen ankamen, wurde es immer etwas ernster. Dort wurden erst einmal schön die Bändchen verteilt, eine spezifische Farbe für die Tänzer und eine andere Farbe für die Zuschauer und Unterstützer.

Danach war es an der Zeit, dass einer zu der Haupthalle ging, um unsere Startnummern abzuholen, die wir dann bereit haben mussten für unsere späteren Auftritte. Dabei hatten die meisten mehrere Startnummern, da sie in mehreren Kategorien starteten (!!!), z.B. Solo, Duo, Quad, jedoch am wichtigsten war: Im Team. Die Startnummern mussten also sehr gut geordnet und aufgehoben werden.

Je nach Zeitplan teilten wir uns dann in verschiedenen Räumen auf, wir hofften natürlich meistens nacheinander dran zu kommen, damit wir uns gegenseitig unterstützen können. Wir wärmten uns immer frühzeitig vor dem Auftritt auf und gingen ggf. den Auftritt und die Formationen nochmal durch.

Und dann war es auch schon so weit, der erste Auftritt fand statt! Nach dem Auftritt war jedoch meist vor dem Auftritt, der nächste Auftritt stand bald an und man zog sich um für den nächsten, schaute nochmal, ob alles sitzt, machte sich ggf. nochmal den Zopf fest und konzentrierte sich auf die folgenden Auftritte.

Dann, wenn die Solos, Duos, Quads etc. fertig waren, kam der Moment. Die Show, die wir die letzten Monate davor fast täglich für mehrere Stunden intensiv geübt hatten, konnten wir endlich auf einer riesigen Bühne tanzen und präsentieren!! Das war der Moment, auf den wir alle sehnlichst gewartet hatten!

 

Nach der Show

Danach blieben wir meist, um uns noch die Konkurrenz anzusehen und uns ein Bild von dem zu machen was uns dort erwartete, aber auch einfach nur weil es spannend war die Konzepte und Shows von anderen Crews zu sehen. Worauf wir uns auch riesig freuten am Ende des Tages sind die Judge Demos, bei denen die Judges sich und ihre tänzerischen Skills für alle präsentierten.

Am Ende waren wir alle immer echt kaputt nach so einem langen anstrengenden Tag, aber auch stolz, dass wir unser Bestes gegeben hatten und oft mit Urkunden und Platzierungen nach Hause kamen.😊

 

Zum Abschluss

Das Alles vermissen wir unglaublich, aber wir wissen es auch sehr zu schätzen, dass wir diese Momente erleben durften und freuen uns natürlich, wenn die Situation es wieder zulässt, dass Meisterschaften stattfinden können. Bis dahin heißt es trotzdem: Zusammen weitertanzen und die Leidenschaft miteinander teilen!!

 

 

4 thoughts on “Die Meisterschaften

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